Der Name Cecily Corti ist untrennbar mit der „VinziRast“ (vinzirast.at) verbunden, einem Projekt für obdach- und heimatlose Menschen in Wien. Was sie dazu bewogen hat, sich sozial zu engagieren und den Finger auf die oft verdrängten Verwundungen innerhalb unserer Wohlstandsgesellschaft zu legen? Sich mit existenziellen Nöten zu beschäftigen, die uns alle treffen können, wie Einsamkeit, Orientierungslosigkeit oder Heimatlosigkeit? „Mein ursprünglicher Impuls war, mit etwas zu beginnen, das eine kleine Veränderung bewirken kann.“ Im Gespräch mit Johanna Schwanberg erzählt Cecily Corti zu ihren auch ganz persönlichen Erfahrungen, Verletzungen positiv ins Leben zu integrieren.

** Cecily Corti, geboren in Wien, erste Kindheitsjahre in Slowenien, erlebte Flucht und Vertreibung. Ihr Vater wurde verschleppt und ermordet. Die Familie landete schließlich in Salzburg. Mit 24 Jahren heiratete sie den Regisseur Axel Corti, mit dem sie drei Söhne bekam. Jahre nach dem Tod ihres Mannes begann ihr intensives soziales Engagement. Sie gründete 2004 die Notschlafstelle VinziRast und leitete bis 2018 sechs weitere VinziRast-Einrichtungen für Obdachlose. Für ihr Engagement wurde sie u.a. mit dem Viktor-Frankl-Ehrenpreis, dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und 2013 mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte geehrt.



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