Familie kann alles sein: ein Ort der Liebe, der Geborgenheit und der Solidarität. Genauso ein Ort der Gewalt, der Machtausübung und des Missbrauchs. Seit über 2000 Jahren liefern Familien Stoff für Tragödien wie Komödien gleichermaßen, wie ein Blick in die Kunstgeschichte verdeutlicht. 

Die Schau erzählt keine chronologische Geschichte des westlichen Familienbildes. Vielmehr zeigt sie durch kontrastreiche Gegenüberstellungen von Werken des Mittelalters bis zur Gegenwart auf, was Familie alles sein kann. Je nach historischem gesellschaftspolitischem Kontext wandelt sich die Vorstellung von Familie. So führen die ausgestellten Werke verschiedenste Familienmodelle vor Augen: Von der traditionellen Kernfamilie über Ein-Eltern-Familien, Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Sippenverbänden bis zu „gewählten“ Familien. 

Anhand von Gemälden, Fotografien, Skulpturen, Zeichnungen und Videos fragt die Ausstellung insbesondere nach den offensichtlichen oder verborgenen Gefühlen in familiären Konstellationen.

Mit Werken und Positionen von: Uli Aigner, Iris Andraschek, Hans Op de Beeck, Werner Berg, Elinor Carucci, Gonzales Coques, Josef Franz Danhauser, Carola Dertnig, Johannes Deutsch, Christian Eisenberger, VALIE EXPORT, Peter Fendi, Weronika Gęsicka, Leander Kaiser, Anton Grassi / Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Sam Jinks, Angelica Kauffmann, Käthe Kollwitz, NINA Kovacheva, Maria Lassnig, Iris Legendre, Ferdinand Mallitsch, Diodato Massimo, Katharina Mayer, Ron Mueck, Johann Nepomuk Passini, Giovanni Battista Pittoni, Johann Matthias Ranftl, Neo Rauch, Judith Samen, August Sander, Johann Martin („Kremser") Schmidt, Schottenmeister, Annegret Soltau, Carl Spitzweg, Leopold Stöber, Domenico Robusti, gen. Tintoretto, Dirk Vellert, Ferdinand Georg Waldmüller